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Wie man in Marrakesch handelt

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Marokkos Rote Stadt – das sind Sehenswürdigkeiten zu Hauf, Moscheen, Paläste, Gärten, Tajine-Gerichte … und das Labyrinth der verwinkelten Gassen der Märkte. Die Souks von Marokko sind weltbekannt, in Marrakesch finden wir die größten. Damit steht fest: bei einem Trip nach Marrakesch kann ein Streifzug durch die Souks auf keinen Fall fehlen.

Ab ins Getümmel der Souks – nur wann?

 

Die dichtgedrängten Läden, vollgestopft bis unter die Decke mit bunten Objekten, die Akrobaten, Musiker und Schlangenbeschwörer, die für zusätzliche Unterhaltung sorgen, bilden ein Fest für die Sinne. Doch so verlockend eine Tour über den riesigen Basar auch klingen mag, stürzen Sie sich nicht gleich am ersten Tag in das Getümmel der Souks, die chaotisch, laut, wuselig – und faszinierend sind. Das macht einen Bummel über den Markt ebenso anstrengend wie unvergleichlich zugleich. Nehmen Sie also zunächst die Atmosphäre der Stadt in sich auf und genießen Sie erst einmal andere interessante Orte Marrakeschs – vielleicht lernen Sie auch einen Guide Ihres Vertrauens kennen, denn für einen Besuch in den Souks wäre ein Ortskundiger an Ihrer Seite optimal. Aber keine Sorge – es geht natürlich auch ohne, vielleicht ist es so sogar die authentischere Erfahrung. Zu bedenken gibt es dabei nur einige Punkte:

 

Tipps für Ihren Besuch der Souks

 

Oberste Priorität ist Geduld, Geduld und nochmals Geduld. Dicht gefolgt von Verhandlungsgeschick, denn ein Bummel in den Souks ist nur halb so schön und „echt“, wenn man nicht ein bisschen feilscht. Die scheinbar endlosen Läden bieten so ungefähr alles was man braucht und allerlei, was man nicht braucht. Sollte man denn lieber gezielt nach einem bestimmten Objekt suchen oder einfach bummeln und schauen, was gefällt? Das liegt natürlich letztendlich bei Ihnen. Vielleicht wollten Sie sich gerne ein Kissen kaufen, kommen aber mit einer aufwendig bestickten Tasche wieder zurück in Ihr Hotel in Marrakesch. Das ist nebensächlich, solange Sie glücklich mit Ihrer „Beute“ sind. In der Regel lässt sich sagen: gefällt Ihnen etwas, handeln Sie und kaufen Sie es ruhig, anstatt den Laden im Sinn zu behalten und wieder zurückzukehren, nur um ihm am Ende doch nicht wieder zu finden (es ist wirklich nicht so einfach) oder Sie sind zu erschöpft vom vielen Laufen, um sich Ihren Weg wieder an den Anfang zu bahnen und verzichten dann auf Ihr Wunschobjekt. Schade wärs um die schöne Tasche, die verschnörkelte Lampe, den Kaftan oder das bunte Tuch …

 

Handeln auf Marrakeschs Märkten

 

Wenn Sie aber durch die Läden stöbern, bedenken Sie, dass das Feilschen das täglich Brot der Händler ist. Sie erkennen auf einen Blick, ob Sie interessiert sind oder nicht. Auch wenn Sie sich nicht ansehen lassen (oder so glauben Sie vielleicht), dass es DAS perfekte Tuch ist, das Sie sich gerade durch die Fingerspitzen gleiten lassen, dass Sie sowieso nie wieder ohne die wunderbar duftenden Gewürze kochen wollen und dass Sie sich schon heimlich in die handgewebte Decke verliebt haben, der Händler schaut in der Regel durch Ihr „ganz-nett-aber“-Gesicht durch und wird alles dransetzen, ein Geschäft abzuschließen. Oft springt dann auch noch ein Tee bei raus, ein paar Kekse oder Datteln zum Kosten, während der Händler die Ware ausbreitet und noch mehr aus den Regalen zieht – derweil wächst proportional zum geschäftigen Tun des Händlers das schlechte Gewissen, das Sie hätten, würden Sie den Laden ohne Beute verlassen.

 

Gut zu wissen, dass man sich meistens einigt. Natürlich nach einer gewissen Portion Theatralik, aber bedenken Sie: kein Händler wird sich auf ein für ihn nachteiliges Geschäft einlassen, so bedrückt sein Gesichtsausdruck auch sein mag. Touristen werden höhere Anfangspreise als Einheimischen genannt, denn es wird davon ausgegangen – nicht ganz zu Unrecht – dass sie in der Regel mehr zahlen können. Was für Sie vielleicht nur ein paar Euro sind, macht für manchen Händler und seine Familie bereits einen Unterschied. Nichtsdestotrotz: feilschen Sie, man will sich ja auch nicht über den Tisch ziehen lassen, aber in „gesundem Maße“. Da die Händler hoch pokern, lassen Sie sich letztendlich meist auf die Hälfte des Preises ein – oder gar noch ein bisschen weniger.

 

Sollten Sie wirklich nicht an der Ware interessiert sein, sagen Sie dies klar und vermitteln Sie denselben Eindruck auch mit Ihren Handlungen. Eventuell folgt er Ihnen noch ein Stück weit, um Sie umzustimmen, für manch einen Touristen ist dies aufdringlich, aber insofern Sie beharrlich sind, wird er wieder in seinen Laden zurückkehren und auf weitere Kundschaft warten, während Sie sich Ihr Erlebnis auf den Souks in Marrakesch Revue passieren lassen. Denn sie sind weit mehr als nur ein Shoppingparadies, sie sind ein Ort, an dem Sie ein Stück Tradition erleben und altes Handwerk sehen und einen kleinen Beitrag dazu leisten können, die wunderbaren Märkte zu erhalten. Lassen Sie sich ein auf dieses Erlebnis … und handeln Sie.

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