10 Tipps für einen perfekten Tag in Köln

Berühmte Sehenswürdigkeiten in Köln

Ben Reeves | Reiseenthusiast
Sep 5, 2018

Köln besticht durch seine tolle Lage direkt am Rhein und seiner langen und spannenden Geschichte. Für eine ganz einzigartige Atmosphäre sorgt das Zusammenspiel von Tradition und Moderne, besonders in der Altstadt am westlichen Rheinufer. In den schmalen Kopfsteinpflastergassen erwarten euch jede Menge Highlights, darunter z. B. einige der coolsten Pubs der Stadt, tolle Boutiquen, Museen und beeindruckende historische Bauwerke.

Ganz gleich, ob euch der Sinn nach wilden Bars, ruhigen Galerien, Einkaufszentren mit Geschäften bekannter Marken, außergewöhnlichen Läden, einfachen Freuden oder Luxus pur steht – Köln lässt kaum Wünsche offen. Die äußerst liberale Universitätsstadt Köln mit ihren zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten eignet sich perfekt für einen entspannten Städtetrip.

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Start in den Tag im Agnesviertel

Kölns trendige und traditionelle Altstadt erkunden

Ein Rundgang durch die Altstadt im Herzen Kölns ist sicherlich eine interessante Erfahrung – das Agnesviertel ist ganz besonders sehenswert. Diesem Stadtteil gelingt es, auf trendige und zugleich traditionelle Weise historische Baudenkmäler mit einer unkonventionellen Atmosphäre zu vereinen. Seht euch die unabhängigen Bars, Galerien, Designer- und Buchläden am nördlichen Stadttor, Fort X und der bezaubernden Agneskirche an.

Bei Ankunft an der U-Bahn-Station Ebertplatz befindet ihr euch inmitten der Attraktionen des besten Kölner Veedels. Nur einen kurzen Spaziergang entfernt findet ihr die politischen Ausstellungen und den exotischen Flohmarkt der Alten Feuerwache (findet nur alle vier Wochen während der Sommermonate statt), den Boulevard der Bars in der Neusserstraße, die Kunstkinos in der Lübeckerstraße und am Ebertplatz sowie die trendigen Cafés im Lapidarium. Dort findet ihr viele der farbenfrohen klassischen Gebäude und Kopfsteingassen, wegen denen es sich lohnt, die Altstadt zu erkunden.

Lage: Im Norden der Kölner Altstadt, rund um die U-Bahn-Station Ebertplatz

  • Geschichte
  • Foto
  • Budget
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Nicht verpassen: Kölner Dom

Besuch der drei Könige

Der Kölner Dom ist die meistbesuchte Sehenswürdigkeit in Deutschland, nicht zuletzt, da er ein beliebtes Ziel für christliche Pilger ist. Seit 1164 beherbergt der Dom die Reliquie der Heiligen Drei Könige – der Weisen, die aus dem Osten kamen, um dem neugeborenen Jesus Geschenke zu überbringen. Trotz der großen Menschenmengen schafft es die riesige gotische Kathedrale, sowohl von innen als auch außen ihren Besuchern Ehrfurcht einzuflößen.

Schaut euch außer dem mittelalterlichen goldenen Dreikönigsschrein unbedingt auch die hübschen Buntglasfenster aus dem 16. Jahrhundert, verschiedene Kunstwerke aus dem 10. Jahrhundert und die aus schwarzem Marmor geschaffene Platte des Altar aus dem 14. Jahrhundert an. Gegen eine geringe Gebühr kann der Südturm des Doms erklommen werden, aber Achtung: Die 509 Stufen fordern dem Besucher gute Fitness, ein bequemes Paar Schuhe und etwa eine Stunde seiner Zeit ab, nur um die Spitze zu erreichen! Der Ausblick macht es allerdings wieder wett.

Lage: Neben dem Kölner Hauptbahnhof, Kölner Altstadt

Geöffnet: Montag bis Sonntag 6–19.30 Uhr

  • Geschichte
  • Foto
  • Budget
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Liebesschwüre auf der Hohenzollernbrücke

Schließt euer Herz ans Geländer und schmeißt den Schlüssel über Bord!

Die Hohenzollernbrücke ist aus rein technischer Sicht schon an sich eine Attraktion. Die aus drei Bögen bestehende Brücke führt Fußgänger und Züge zwischen dem Dom und dem modernen Bürokomplex KölnTriangle beinahe 400 Meter weit über den Rhein. Doch im Gegensatz zu den anderen Stadtbrücken wurde sie von dem Trend der Liebesschlösser eingenommen, der in Europa verbreitet ist.

Paare suchen die Brücke auf, um am Gitter des Fußgängerwegs ein Vorhängeschloss mit ihren Initialen zu befestigen. Dann werfen sie den Schlüssel in den Rhein und machen es somit unmöglich, das Schloss ohne kräftiges Werkzeug wieder zu entfernen. Unter diesem Ausdruck endloser Liebe, beziehungsweise unter dem bloßen Gewicht all der Vorhängeschlösser, sind in Europa bereits weniger stabile Brücken zusammengebrochen. Die Hohenzollernbrücke ist jedoch hartnäckiger und zeigt keine Anzeichen einer Belastung, obwohl sie mittlerweile geschätzte zwei Tonnen Vorhängeschlösser trägt.

Lage: Zwischen dem Kölner Dom und KölnTriangle, Kölner Altstadt

Geöffnet: Ganztägig

  • Paare
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  • Außergewöhnliche Erfahrungen
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Schifffahrt auf dem Rhein

Mal eine ganz andere Perspektive auf das historische Herz der Stadt

Der mächtige Rhein ist seit Jahrhunderten von lebenswichtiger Bedeutung für Köln. Es wird zwar wesentlich weniger Handel auf dem Fluss betrieben als früher, doch bieten Boote weiterhin eine tolle Sicht auf den historischen Stadtkern. Die typische Route führt euch südlich der Hohenzollernbrücke am Dom vorbei und weiter entlang der bezaubernden Altstadt, vorbei am renovierten alten Hafenviertel Rheinauhafen mit seinen schicken, modernen Gebäuden, die an die alten Lastkräne erinnern. Nach einer gemütlichen Fahrt von etwa einer Stunde erreicht ihr die alte Fischergemeinde Rodenkirchen.

Lage: Nahe der Hohenzollernbrücke, Kölner Altstadt

  • Paare
  • Familien
  • Foto
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Im Schokoladenmuseum eigene Pralinen herstellen

Kostet eure selbstgemachten Süßigkeiten im Schokoladenmuseum

Ein Tag im Kölner Schokoladenmuseum (Imhoff-Schokoladenmuseum) ist vielleicht nicht genau wie in Willy Wonkas Schokoladenfabrik, aber sehr ähnlich. Das in Zusammenarbeit von Lindt & Sprüngli geführte Schokoladenmuseum gilt als eines der besten der Welt. Es deckt die Geschichte der bitteren Kakaobohne und ihren Weg bis hin zur köstlichen Süßigkeit ab. Man kann sogar den laufenden Prozess beobachten, denn das Museum verfügt über Gewächshäuser, in denen Kakaobäume wachsen, und Miniatur-Versionen vieler der an der Schokoladenherstellung beteiligten Maschinen.

Lage: Am Schokoladenmuseum 1A, Rheinauhafen, Köln

Geöffnet: Dienstag bis Freitag 10–18 Uhr, Samstag und Sonntag 10–17 Uhr (Montag geschlossen)

Telefon: +49 (0)221 9318880

  • Paare
  • Familien
  • Geschichte
  • Essen

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Kölsch und Halve Hahn in der Altstadt probieren

Kostet das regionale Bier und eine schlichte Spezialität des Rheinlands

Die Nummer 1 der Kölner Spezialitäten ist genau das, was man von einer wichtigen deutschen Stadt erwarten würde: Bier und Brot. Genau gesagt, ist es Kölsch – ein vor Ort gebrautes, strohfarbenes Pils – und Halve Hahn, wobei es sich nicht etwa um ein halbes Hähnchen, sondern um ein weiches, dunkles Roggenbrötchen mit einem dicken Stück Gouda und normalerweise Zwiebelscheiben und Senf als Beilage handelt.

Der beste Ort, um diesen einfachen, aber sättigenden Snack zu probieren, ist die Altstadt. Hier findet ihr eine Reihe traditioneller Kneipen und sogar mehrere Originalbrauereien, in denen das helle Lagerbier hergestellt wird. Genießt die fröhliche, lebhafte Stimmung in den Kneipen der Kölner Altstadt.

Lage: In der Kölner Altstadt

Geöffnet: Unterschiedlich, aber meistens 11 Uhr bis spät in die Nacht

  • Essen

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Kölnisch Wasser selbst kreieren

Lernt das berühmte Parfüm an seiner Geburtsstätte kennen

Ein Produkt, für das Köln besonders berühmt ist, ist... nun ja, das Kölnisch Wasser. Das legendäre Parfüm wurde im 18. Jahrhundert von Johann Maria Farina erfunden. Wer selbst gerne erfindet und experimentiert, sollte den Flagship-Laden von 4711 aufsuchen. Donnerstags ab 15 Uhr könnt ihr in diesem historischen Parfümgeschäft an einem 90-minütigen Seminar teilnehmen. Die Experten des Hauses zeigen euch, wie ihr Kölnisch Wasser mit anderen Düften kombinieren könnt, um euer individuelles Parfum zu erschaffen. Diese öffentlichen Kurse werden nur auf Deutsch abgehalten, für ausländische Besucher lassen sich aber Privatsitzungen auf Englisch oder Französisch koordinieren.

Etwa 6 Gehminuten von 4711 entfernt befindet sich auch ein dem Duftwasser der Stadt gewidmetes Museum. Es bietet eine 45-minütige Tour durch die älteste noch bestehende Parfümfabrik der Welt.

Lage: Glockengasse 4, Kölner Altstadt

Geöffnet: Montag bis Samstag 9.30–18 Uhr (Sonntag geschlossen)

Telefon: +49 (0)221 27099910

  • Paare
  • Geschichte
  • Luxus
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Shoppen bei Globetrotter

Erst testen, dann kaufen

Die auf Outdoorkleidung und -zubehör spezialisierte Geschäftskette Globetrotter ist in ganz Deutschland beliebt. Der Outlet-Store in der Kölner Altstadt ist jedoch durch seine einmalige Einrichtung eine Besonderheit. Woher wisst ihr, ob die Jacke, die ihr gerne kaufen möchtet, auch wirklich die richtige für euch ist? Hier könnt ihr die Wasserdichtheit unter einer Dusche testen und im Kühlraum prüfen, wie gut die Jacke euch gegen Kälte schützt. Außerdem ist es möglich, im Wasserbecken im Erdgeschoss des vierstöckigen Gebäudes Kajaks auszuprobieren.

Globetrotter führt Outdoor-Ausrüstung der meisten großen Marken sowie verschiedene preisgünstigere Optionen. Das enorme Sortiment reicht von Stiefeln über Jacken, Rucksäcke, Reiseführer und Fahrräder bis hin zu Bergsteigerausrüstung. Ein kleines Restaurant und regelmäßige Spezialveranstaltungen wie etwa Workshops und Gastvorträge machen den Besuch für alle, die auf Abenteuer an der freien Luft aus sind, zu einem absoluten Muss.

Lage: Richmodstrabe 10, Kölner Altstadt

Geöffnet: Montag bis Samstag 10–20 Uhr (Sonntag geschlossen)

Telefon: +49 (0)221 2772880

  • Shopping
  • Außergewöhnliche Erfahrungen

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Nicht verpassen: NS-Dokumentationszentrum

Mehr erfahren über Kölns jüngere Vergangenheit

Im Gegensatz zum Dom, der eine gute Einführung in Kölns ruhmreiche, fernere Vergangenheit darstellt, erzählt das NS-Dokumentationszentrum die düstere Geschichte der relativ jungen Vergangenheit der Stadt. Das unscheinbare Gebäude am Appellhofplatz, einstiges Gestapo-Gefängnis, beherbergt heute eine Dauerausstellung über Köln im Nationalsozialismus.

Im Kellergeschoss des Museums befindet sich eines der am besten erhaltenen Gefängnisse und Verhörzentren aus diesem grausamen Kapitel der deutschen Geschichte. In einigen Zellen sind sogar noch insgesamt rund 1.800 Wandbeschriftungen der ehemaligen Insassen zu sehen. Die oberen Etagen enthalten Beispiele der Dokumente, die von der Gestapo über die Bürger der Stadt geführt wurden. Auch eine umfassende Bibliothek und Dokumentsammlung ist vorhanden.

Lage: Appellhofplatz 23-25, D-50667 Köln

Geöffnet: Dienstag bis Freitag: 10–18 Uhr, Samstag bis Sonntag: 11–18 Uhr

Telefon: +49 (0)221 22126332

  • Geschichte

Foto von Bryan MacKinnon (CC BY-SA 4.0) zugeschnitten, angepasst, unscharf gemacht

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Tagesabschluss im Belgischen Viertel

Fein ausgehen im Szeneviertel der Altstadt

Wenn ihr einmalige Souvenirs und originelle Modeartikel mögt, geht zum Shoppen ins Belgische Viertel von Köln. Alle Straßen zwischen der Aachener Straße und dem Friesenplatz im östlichen Teil der Altstadt sind zu Ehren des deutschen Siegs im Deutsch-Französischen Krieg von 1870-71 nach Orten in Belgien benannt. Heute sind diese Straßen von Trendboutiquen, Galerien, Live-Musik-Bühnen und Theatern gesäumt.

Das Belgische Viertel ist durch die Nähe der U-Bahn-Stationen Rudolfplatz und Friesenplatz leicht erreichbar. Nach dem Shoppen solltet ihr euch unbedingt zum Brüsseler Platz im Herzen dieser Gegend begeben. Der Platz rund um die bezaubernde Kirche Sankt Michael ist eingefasst von Bars und Restaurants und ein beliebter Treffpunkt für die jungen Kölner.

Lage: Östlicher Teil der Kölner Altstadt zwischen Aachener Straße und Friesenplatz

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  • Geschichte
  • Nachtleben

Foto von Bordeaux (CC BY-SA 3.0) zugeschnitten, angepasst, unscharf gemacht

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