10 beliebte Touristenfallen in Rom

Beliebte Touristenfallen in Rom und wie man sie vermeidet

    Wer in Rom in eine dieser beliebten Touristenfallen tappt, dem bleibt die „Ewige Stadt“ auf ewig in Erinnerung – doch leider nicht in guter. Rom zählt zu den Städten mit den höchsten Besucherzahlen der Welt. Da ist es nicht verwunderlich, dass auch Leute in die Stadt gelockt werden, die mit kleinen Betrügereien versuchen, das schnelle Geld zu machen.

    Doch mit ein wenig Vorsicht und der richtigen Vorbereitung könnt ihr diesen typischen Touristenfallen leicht aus dem Wege gehen. Die meisten dieser Betrügereien finden ganz öffentlich statt und enden so manches Mal in langwierigen Diskussionen. Je mehr ihr darüber wisst, wie die Betrüger vorgehen, desto eher geht ihr aus so einem solchen Wortgefecht als Sieger hervor und könnt beruhigt in euer Hotel in Rom zurückkehren. Also informiert euch am besten über diese beliebten Touristenfallen in Rom und wie man sie vermeidet.

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    Bus 64: Der Taschendieb-Express

    Diese Buslinie gehört zu den meist genutzten im Stadtzentrum, was sicher auch der Grund ist, warum viele Besucher der Stadt in diesem Bus Opfer von Taschendieben wurden. Er verkehrt zwischen dem Petersplatz und dem Bahnhof Termini und hält dazwischen sehr oft. An jeder Haltestelle drängen Fahrgäste in den Bus und es kann leicht passieren, dass man im Gedränge seine persönlichen Gegenstände nicht mehr unter Kontrolle hat. Noch brenzliger ist das Aussteigen. Schubsereien können leicht dazu genutzt werden, einen Taschendiebstahl zu tarnen.

    Tipp: Tragt einen Geldgürtel und habt möglichst wenige lose Gegenstände bei euch. Die touristenfreundlichen Hop-on-Hop-off-Busse für Stadtrundfahrten sind sicherer, aber auch teurer. 

    2

    Betrügerische Anrufe

    Wenn ihr bemerkt, dass eure Brieftasche (oder eure Kreditkarte, euer Pass o. Ä.) gestohlen wurde, informiert sofort eure Bank und lasst eure Kreditkarte sperren. Diebe könnten versuchen, unter Vorspiegelung falscher Tatsachen persönliche Daten von euch zu bekommen. Sie könnten euch anrufen und sich als Mitarbeiter eurer Bank ausgeben, um nach Angaben zur Kreditkarte zu fragen. Trickbetrüger rufen manchmal auch wahllos auf Hotelzimmern an, geben sich als Mitarbeiter der Rezeption aus und bitten um die „Bestätigung“ der Kreditkartendaten. 

    Tipp: Gebt persönliche Informationen wie Kreditkartendaten niemals am Telefon weiter. 

    3

    Freundliche Autofahrer, die um Benzingeld bitten

    Diese Masche beginnt in der Regel damit, dass ihr einem elegant gekleideten Herrn über den Weg lauft, der etwas verwirrt dreinschaut und angibt, außerhalb der Stadt zu wohnen und sich hier nicht auszukennen. Wenn ihr euch auf ein Gespräch einlasst, wird er sagen, dass er für ein großes italienisches Modehaus arbeitet, und euch ein paar Muster in seinem Auto zeigen. Dann schenkt er euch eine Uhr, eine Wildlederjacke oder eine Tasche, weil ihr doch jetzt „Freunde“ seid. Als Nächstes wird er sagen, dass sein Tank fast leer ist und er kein Bargeld mehr hat. Er wird euch um einen Geldbetrag bitten, der den Wert des Produktimitats übersteigt. 

    Tipp: Kontakte zu Einheimischen zu knüpfen, ist toll, aber vergesst dabei nicht euren gesunden Menschenverstand.

    4

    Fingierte Unterschriftensammlungen

    Bei der Besichtigung von Rom werdet ihr in der Nähe berühmter Sehenswürdigkeiten möglicherweise von einer „taubstummen“ Person gebeten, eine scheinbar legitime Petition zu unterschreiben. Die Person bittet danach um eine „wohltätige“ Spende. Im schlimmsten Fall arbeiten diese Personen an überfüllten Orten mit Taschendieben zusammen.

    Tipp: Holt eure Brieftasche nicht heraus. Ein deutliches „Nein“ funktioniert meistens. 

    5

    Falsche Polizisten

    Diese Betrüger sind manchmal als Zivilpolizisten unterwegs, meistens tragen sie jedoch eine Uniform. Zudem sind sie in der Regel zu zweit, um einschüchternder zu wirken, wenn sie euch ansprechen, um eine „Sicherheitskontrolle“ durchzuführen. Sie fordern euch auf, eure Taschen zu öffnen und euren Reisepass und eure Brieftasche vorzuzeigen, um entweder an persönliche Daten oder ein paar Euroscheine zu kommen. 

    Tipp: Gebt unter keinen Umständen persönliche Gegenstände in der Öffentlichkeit aus der Hand. Sagt, dass ihr zur Kontrolle gerne mit auf das nächste Polizeirevier kommt. 

    6

    „Nette“ Trinkkumpanen

    Ein paar zwielichtige Kneipen und einige Clubs in Rom versuchen, Touristen das Geld aus der Tasche zu ziehen, indem sie überteuerte Rechnungen ausstellen – schlimmstenfalls mit Preisaufschlägen um die 1000 €. Zum Glück sind diese Lokale selten. Schlepper sind an beliebten Orten in Rom zu finden, wo sie „kostenlose Eintrittskarten“ für Clubs aushändigen oder für Erotik-Liveshows werben. Andere machen auf freundlich und versuchen es mit der Masche „Hei, ich kenn ja dieses tolle Lokal“. So toll ist es wahrscheinlich nicht.

    Tipp: Lasst euch nicht einwickeln. Sagt, dass ihr schon etwas vorhabt. Ihr könnt auch probieren, nach einem anderen Tipp für ein Lokal zu fragen, um zu sehen, wie hartnäckig die Person auf ihrem Vorschlag beharrt.

    7

    Hakuna Matata und Freundschaftsarmbänder

    Gut gelaunte und gesprächige Afrikaner mit sympathischem Akzent grüßen mit einem Ciao und legen euch ein geflochtenes Armband auf die Schulter oder ein kleines Souvenir in die Hand – als „Geschenk“. Wenn man nicht mit Nachdruck ablehnt, folgt ein weiterer Wortschwall und ehe man es sich versieht, wird einem gezeigt, wie ein Freundschaftsarmband geflochten wird, und zwar direkt an eurem Handgelenk. Danach sagen sie euch, dass sie kein Geld haben, und fordern einen großzügigen Geldbetrag als Gegenleistung für das Geschenk. Es ist ein wenig anstrengend, sie loszuwerden. Manchmal dient es auch nur zur Ablenkung, damit Komplizen sich an euren Taschen zu schaffen machen können. 

    Tipp: Lehnt einfach ab, sagt direkt „Nein danke“ und nehmt nichts entgegen. Wenn euch etwas auf die Schulter gelegt wird, schüttelt es ab. 

    8

    Taxibetrug

    Die Taxitarife sind in der Regel an der Seite der Taxis klar ausgewiesen, einschließlich Gepäck und aller Zuschläge. Aber es gibt skrupellose Fahrer – besonders an Flughäfen und Bahnhöfen –, die versuchen, ihre von der Reise erschöpften Fahrgästen zu melken. Die Maschen reichen von der Herausgabe von zu wenig Wechselgeld bis zu Taxametern, die unter der Woche auf den höheren Wochenendpreis eingestellt werden.

    Tipp: Haltet Kleingeld für den Fahrpreis bereit. Nutzt nur die offiziellen weißen Taxis von Roma Capitale. Sucht an beliebten Orten wie dem Colosseum und dem Trevi-Brunnen nach einem Taxistand, statt ein Taxi heranzuwinken. Wenn euch die verschiedenen Taxameterwerte nicht klar sind, fragt nach. 

    9

    Abzocker-Führungen

    Es gibt jede Menge Abzocker, die Touren und Führungen in den Vatikan anbieten. Unseriöse Angebote sind in der Regel teurer und locken mit Versprechungen wie verkürzten Wartezeiten oder Teetrinken mit dem Papst. Bei manchen angeblich geführten Touren steht ihr stundenlang Schlange, um dann genau wie reguläre Besucher eingelassen zu werden. Abzocker-Angebote versprechen auch gerne Zugang zu Orten in der Vatikanstadt, an die ihr mit dem Ticket gar nicht gelangt. 

    Tipp: Bucht euren Besuch im Voraus oder geht Betrügern aus dem Weg, indem ihr euch einfach bei den regulären Schlangen anstellt (die an manchen Tagen gar nicht mal so lang sind). 

    10

    Touristenrestaurants: schlechtes Essen, überteuerte Preise

    In Rom gilt dasselbe wie überall auf der Welt: Fast jedes Restaurant oder Café, das sich in der Nähe großer Touristenattraktionen befindet, ist eben touristisch – und tendenziell teuer. Mit zunehmender Entfernung von den Hauptsehenswürdigkeiten findet ihr gemütliche, unscheinbare – manchmal sogar namenlose – Lokale mit preiswerten und frischen Gerichten. Achtet darauf, dass die Rechnung die einzelnen Posten enthält. Falls die Rechnung zu hoch ist oder Posten enthält, die ihr gar nicht bestellt habt, könnt ihr dann höflich um eine Änderung der Rechnung bitten.

    Tipp: Vor den Touristenrestaurants in Rom stehen oft Mitarbeiter, die euch zum Betreten des Lokals drängen oder mit „Touristenmenüs“ in englischer oder deutscher Sprache zu locken versuchen.

    Ari Gunadi | Reiseenthusiast

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