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Trevi Brunnen - Hier werden Wünsche wahr

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Die Fontana di Trevi ist wohl der berühmteste Brunnen der Welt. Der Legende nach lässt der Glücksbrunnen Wünsche wahr werden, wenn eine Münze hineingeworfen wird. Weil sich jedes Jahr Millionen von Touristen in der ewigen Stadt einfinden und dem Mythos des Trevi-Brunnens Glauben schenken, kommt hier immer wieder ein Vermögen zusammen. Doch wohin verschwinden die hohen Geldsummen? Und wie entstand die Saga vom Wunschbrunnen?

So entstand der Mythos des Wunschbrunnens

 

Der Bau der Fontana di Trevi reicht bis in das Jahr 1730 zurück. Von Papst Klemens XII. in Auftrag gegeben, wurde der Brunnen 32 Jahre später fertiggestellt. Im Zentrum des 50 Meter breiten und 26 Meter hohen Monuments sind der Meeresgott Oceanus sowie zahlreiche Meerespferde, Tritonen und Fabelwesen zu sehen. Die Szenerie enthält ebenso Zeichen von Triumph, Tugenden und Fruchtbarkeit. Erbaut nach dem Vorbild einer Bühne, steht das barocke Bauwerk am Ende des Aquädukts Agua Vergine, das im antiken Rom der Wasserversorgung diente. Den Touristen nimmt das imposante Wasserspiel regelmäßig den Atem, wenn sie aus den engen Gassen auf den für diesen Brunnen viel zu kleinen Platz geraten.

 

Seinen Namen verdankt der Brunnen übrigens der Tatsache, dass im alten Rom drei Straßen aufeinandertrafen: "tre vie" - also drei Straßen - wurde später zu "Trevi". Weltweite Bekanntheit erlangte die Fontana di Trevi in einer Szene aus Fellinis Film "La Dolce Vita" im Jahr 1960, als die Hauptdarsteller Marcello Mastroianni und Anita Eckberg nachts ein Bad im Brunnen nahmen. Sobald die Dämmerung einsetzt, stellt sich am Trevi-Brunnen dank der schönen Lichteffekte und der barocken Kulisse eine romantische Idylle ein.

 

Münzwurf und Anzahl bestimmen den Wunsch

 

Der Wurf der Münze will übrigen gekonnt sein: Das Ritual sieht vor, dass man die Münze mit der linken Hand über die rechte Schulter hinweg ins Brunnenwasser wirft. Richtig populär wurde der Brauch, eine Münze ins Wasser zu werfen, erst 1954. Der Legende nach, kehrt man in die ewige Stadt zurück, wenn eine Münze in das Becken hineingeworfen wird. Zwei Münzen werfen hingegen diejenigen, die sich in eine Italienerin oder einen Italiener verlieben möchten. Wer noch eine weitere Münze für den Wunschbrunnen übrig hat, wird mit etwas Glück seine Liebste oder seinen Liebsten heiraten. Die Wünsche der Besucher sind recht vielfältig und betreffen unter anderem materielle Güter, existenzielle Themen sowie bis hin zur Suche nach der großen Liebe.

 

Welche Geldsummen sich im Wasser tummeln

 

Weil die Liebe bekanntlich keine Grenzen kennt, sammeln sich am Grund des Trevi-Brunnens jedes Jahr Unmengen an Münzen aus aller Herren Länder. Allein im Jahr 2010 kamen Münzen im Gegenwert von etwa 800.000 Euro zusammen - umgerechnet ca. 2.200 Euro am Tag! Im darauffolgenden Jahr erhöhte sich die Summe auf über 950.000 Euro. In 2012 war bereits zur Jahreshälfte, als etwa 540.000 Euro den Brunnenboden schmückten, ein neuer Rekordstand absehbar.

 

Bei diesem unaufhörlichen Geldregen müsste der Brunnen doch innerhalb weniger Jahre vor Münzen überquellen, mag sich so mancher Tourist fragen. Dass es genau hierzu nicht kommt, stellt die Stadtverwaltung Rom sicher

 

Wem das viele Kleingeld zu Gute kommt

 

Früher wurden die Münzen noch von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes aus dem Becken gefischt. Weil allerdings täglich kiloweise Geld ins Wasser geworfen wird und sich im Laufe eines Jahres mehr als 30 Tonnen Münzen anhäufen würden, setzt die Gemeinde seit einiger Zeit auf technische Unterstützung. So wird der Brunnen jeden Tag mithilfe eines „Unterwasser-Staubsaugers" geleert. Rund dreißig Säcke voller Kleingeld werden täglich geborgen.

 

Die gesammelten Münzen werden anschließend zur Bank gebracht, falls erforderlich umgetauscht und gezählt. Das Geld geht schließlich an die Caritas, welche damit die Armen unterstützt. Auf diese Weise werden Notunterkünfte sowie Suppenküchen finanziert. Diebe werden am Trevi-Brunnen hingegen kein Glück haben, zumal das Bauwerk streng bewacht wird. Bereits der Versuch, eine Münze aus dem Wasser zu holen, kann mit einem Bußgeld oder gar einer Freiheitsstrafe einhergehen.

 

Passende Unterkunft in bester Lage finden

 

Der Trevi-Brunnen ist allerdings bei Weitem nicht die einzige Sehenswürdigkeit in Rom. Weltberühmt sind etwa auch das Kolosseum, die Sixtinische Kapelle, das Pantheon oder die Piazza di Spagna.

 

Zu den Geheimtipps zählen ferner die Kirche Sant‘Ignazio di Loyala, das Kunstcafé Momart, das Quartier Coppedé, die Einkaufsstraße Via Cola di Rienzo oder der Park an der Villa Torlonia. Als Unterkunft in Rom bietet sich ein Hotel im oder nahe dem Stadtzentrum an, zumal hier viele Attraktionen in engem Raum besucht werden können.