09 Dezember 2008 Acrobat (pdf, 168 KB)

Hotel Price Index

Herbst 2008

Einführung

Der Hotel Price Index (HPI) von Hotels.com ist eine regelmäßig erscheinende Studie über die Entwicklung von Hotelpreisen in den bedeutendsten Destinationen weltweit. Der HPI basiert auf Daten, die durch Buchungen auf Hotels.com, dem weltweit führenden Hotelbuchungsportal, getätigt wurden.*

  • Der HPI zeigt die rund um den Globus von Hotels.com Kunden tatsächlich gezahlten Preise pro Hotelzimmer und Nacht.
  • In die Untersuchung gehen die Buchungsdaten von rund 68.000 Hotels in über 12.500 Reisezielen ein.
  • Die angegebenen Preise beziehen sich nicht auf ausgewiesene Zimmerraten, sondern auf tatsächlich von Kunden gezahlten Preisen und spiegeln daher die akkurate Preissituation für den Zeitraum wieder.

Die internationale Verbreitung von Hotels.com sowohl bei Kunden als auch bei Reisezielen und die Mischung aus unabhängigen Privathotels und Hotelketten machen den HPI zu einem der zuverlässigsten Preisindizes weltweit.

In Europa gehören etwa 25 Prozent aller Hotelzimmer einer Kette an, der Rest sind unabhängige Häuser. In den USA zeigt sich ein umgekehrtes Bild. Zusätzlich zu der Standardumfrage weist der HPI auch Marktmerkmale über außergewöhnliche Buchungen und Preistrends aus.

* Laut comScore Media Metrix (Januar bis Dezember 2007) ist Hotels.com die meistbesuchte Website in der Kategorie Hotels und Übernachtungen.

In dieser ausgabe

Der HPI basiert auf zwei Haupt-Datenquellen:

  • Kapitel 1. zeigt den globalen Hotel Preis Index für das 3. Quartal 2008 (1. Juli – 30. September 2008).
  • Der Index setzt sich aus allen relevanten Buchungen auf Hotels.com
  • zusammen, basierend auf örtlichen Währungen und so gewichtet, dass sie die Größe jedes Marktes widerspiegeln. Die Auswertung im Jahr 2004 startete bei einem Indexwert von 100 und schließt Buchungen in allen Sterne-Kategorien ein.
  • Die aktuelle Ausgabe des HPI vergleicht Preise aus dem 3. Quartal 2008 mit denen der gleichen Periode in 2007 und ist daher saisonbereinigt.
  • Die Kapitel 2. bis 7. zeigen die von Reisenden aus Europa und Skandinavien tatsächlich gezahlten Hotelzimmerpreise weltweit in örtlichen Währungen. Dies legt die Entwicklung in den tatsächlich gezahlten Verbraucherpreisen dar und spiegelt sowohl die Veränderungen der Wechselkurse als auch die Preisänderungen der Hotels wider.

1. Globale preisänderungen

Als Reaktion der Hoteliers auf die wirtschaftliche Flaute sinken die globalen Hotelzimmerpreise seit April 2008 stetig.

Erstmalig seit Beginn der Auswertungen im Jahr 2004 zeigt das 3. Quartal 2008 einen Preisrückgang in den Sommermonaten.

Im Vergleich zum 3. Quartal 2007 fielen in den Monaten Juli bis September 2008 die weltweit von Reisenden durchschnittlich gezahlten Hotelzimmerpreise um drei Prozent.

Dies ist vor allem auf einen Rückgang der Hotelzimmerpreise in Nord- und Lateinamerika und in der Karibik zurückzuführen. Die Preise in anderen Regionen (Europa und Asien) zeigten keine großen Ausschläge, beziehungsweise verzeichneten sogar einen leichten Anstieg.

Hotels.com hat trotz der wirtschaftlichen Lage keinen Rückgang in der Anzahl der buchenden Kunden verzeichnet. Um Reisekosten zu senken, buchten Reisende mehr Hotels im mittleren Preissegment (drei bis vier Sterne) sowie kürzere Trips oder Hotels im eigenen Land.

Preisrückgang in Nord- und Lateinamerika

  • Im 3. Quartal 2008 fielen die tatsächlich gezahlten Zimmerpreise für Reisende in Nordamerika (USA und Kanada) um fünf Prozent im Vergleich zum 3. Quartal 2007.
  • Die Preise für Hotels in der Karibik gingen im gleichen Zeitraum um vier Prozent sowie um ein Prozent in Lateinamerika zurück.
  • Im Vergleich zum Vorjahr fielen die Preise in diesen Regionen im 1. Quartal des laufenden Jahres, wobei ein stetiger Anstieg des Preisrückgangs während des 2. und 3. Quartals 2008 bemerkbar war.
  • Der Preisrückgang spiegelt die sich abschwächende inländische Nachfrage in den USA wider sowie einen Anstieg der Flugpreise, was einige europäische Reisende von Buchungen abhielt.

Preise in Europa stiegen leicht an

  • Im 3. Quartal 2008 stiegen die Preise in den wichtigsten europäischen Märkten im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich zwei Prozent.
  • Dennoch fiel die Preiszuwachsrate deutlichen ab. Lag der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr im 1. Quartal 2008 für die vergangenen zwölf Monate bei zehn Prozent, verzeichnete das 2. Quartal 2008 nur noch einen Anstieg um sieben Prozent.
  • Nach Beobachtungen von Hotels.com verlangsamten die Hoteliers die Preissteigerungsrate, um so die Anzahl der Buchungen und die prozentuale Auslastung aufrechterhalten zu können.

Asiatische Preise unverändert

  • Hotelpreise im gesamten asiatischen Raum blieben im Vergleich zum Vorjahr konstant. Der Durchschnittspreis für Hotelzimmer zeigte im Vergleich zu 2007 keine Veränderung.
  • Dies ist eine bedeutende Abweichung vom Jahresbeginn. Im 1. Quartal 2008 stiegen die Preise verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um 15 Prozent, der Jahresanstieg im 2. Quartal 2008 lag noch bei zwölf Prozent.

2. Top städtereiseziele weltweit

Dieses und die folgenden Kapitel spiegeln die im 3. Quartal 2008 von kontinentaleuropäischen Reisenden tatsächlich gezahlten Hotelzimmerpreise im Vergleich zum 3. Quartal 2007 wider.

Während weltweit die Preise fielen, zeigte die Preisreduktion für kontinentaleuropäische Verbraucher sogar einen überproportionalen Fall, da der Euro gegenüber dem Pfund und dem US-Dollar vergleichsweise stark war.

In den jeweiligen Landeswährungen berechnet, sind die Preise für viele dieser Reiseziele tatsächlich weniger gefallen, als es für Reisende aus Europa den Eindruck machte.

Teuerste Reiseziele insgesamt

  • Für kontinentaleuropäische Reisende bleibt Moskau auch im 3. Quartal 2008 die weltweit teuerste Stadt. Sie verzeichnete einen durchschnittlichen Preisanstieg um zwei Prozent auf 259 Euro (wenn auch gering, es bleibt ein Preisanstieg). Der allmähliche Rückgang des Preisanstiegs könnte darauf hinweisen, dass der Hotelzimmerpreis in der teuersten Hauptstadt der Welt womöglich ein Plateau erreicht hat.
  • Monte Carlo war das teuerste Reiseziel in Westeuropa und das zweitteuerste Ziel weltweit. Die Hotelzimmerpreise pro Nacht stiegen dort im Jahresvergleich von durchschnittlich 220 Euro auf 237 Euro (sieben Prozent).
  • Laut Hotels.com war New York die Stadt in der Reisende die dritthöchsten Preise für eine Übernachtung in einem Hotelzimmer bezahlten. Der durchschnittliche Übernachtungspreis fiel dort um zwei Prozent im Jahresvergleich auf 219 Euro.

  • Die größten Preissteigerungen für Reisende zeigten sich hauptsächlich in europäischen Reisezielen. Die einzigen nicht-europäischen Reiseziele auf der Liste der Top-10 Reiseziele mit Preisanstieg waren Abu Dhabi, mit einem Anstieg um 18 Prozent während des Untersuchungszeitraums sowie Rio De Janeiro und Sao Paulo mit jeweils sieben Prozent.
  • Den größten Anstieg der europäischen Hotelzimmerpreise zeigten Warschau und Sofia, mit einem Preisanstieg um 13 beziehungsweise 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Hier lagen die Hotelzimmerpreise im 3. Quartal 2008 bei durchschnittlich 106 Euro, beziehungsweise 92 Euro pro Zimmer und Nacht.
  • Auch Frankfurt zeigte mit zwölf Prozent einen deutlichen Anstieg der Hotelzimmerpreise im Vergleich zum Vorjahr, von 107 Euro in 2007 auf 119 Euro im 3. Quartal 2008.

  • Die Hotelzimmerpreise in Las Vegas fielen im 3. Quartal 2008 um durchschnittlich 25 Prozent, auf etwas weniger als 74 Euro pro Zimmer und Nacht. Die Hoteliers in der Stadt reduzierten ihre Preise drastisch zugunsten einer hohen Auslastung und versuchten ihre Verluste im Messe- /Konferenz-Geschäft aufzufangen.
  • In Europa fielen die Preise in Edinburgh um 20 Prozent. Hoteliers versuchten ihre Zimmer zu füllen, während Reisende verstärkt nach Sonderangeboten Ausschau hielten. Die Preise in Reykjavik fielen ebenfalls um 20 Prozent. Wie auch in London war der Hauptgrund für die Preissenkung in diesen beiden Städten das Nachgeben der jeweiligen Landeswährungen.

3. Reiseziele für Europäische länder

Norwegen stieg zu Europas teuerstem Reiseziel auf, während Großbritannien für Reisende vom europäischen Kontinent den größten Preisnachlass zu verzeichnen hatte

  • Obwohl sich im 3. Quartal 2008 die Hotelpreise in Norwegen im Vergleich zum 3. Quartal 2007 kaum veränderten, war es während des Untersuchungszeitraums dennoch das teuerste Land Europas. Für Reisende, die zwischen Juli und September 2008 buchten, lag der durchschnittliche Übernachtungspreis bei 149 Euro pro Zimmer und Nacht.
  • Die von kontinentaleuropäischen Reisenden gezahlten Hotelzimmerpreise in der Schweiz stiegen um zwei Prozent und machten die Schweiz mit 147 Euro pro Zimmer und Nacht zum zweitteuersten Land auf dem Kontinent.
  • Mit durchschnittlichen Zimmerpreisen von 144 Euro in Dänemark und 124 Euro in Schweden sind nun drei skandinavische Länder unter den fünf teuersten Ländern Europas.
  • In Großbritannien fielen die durchschnittlichen Übernachtungspreise für europäische Reisende um 13 Prozent, auf lediglich 128 Euro pro Zimmer und Nacht im 3. Quartal 2008. Dies war der stärkste Rückgang, der je für ein bedeutendes europäisches Reiseziel verzeichnet wurde und heißt für Großbritannien, dass es in der Liste der teuersten Länder vom ersten auf den vierten Platz abrutscht.

  • Nur in vier europäischen Ländern stieg im 3. Quartal 2008 der tatsächlich von Reisenden gezahlte Hotelzimmerpreis im Vorjahresvergleich, nirgendwo fiel der Anstieg jedoch größer als um zwei Prozent aus. Die Schweiz und Dänemark erfuhren die höchsten Preissteigerungen innerhalb eines Kalenderjahres, während in anderen Ländern die Preise fielen.

  • Die europäischen Reiseziele mit deutlichem Preisrückgang im 3. Quartal 2008 wurden von Großbritannien angeführt, wobei das nachgebende britische Pfund den Rückgang noch verstärkte.
  • Die Preise in Großbritannien fielen während des Untersuchungszeitraums um durchschnittlich 13 Prozent auf 128 Euro gegenüber 148 Euro im Jahr zuvor. Damit markiert Großbritannien den stärksten Preisrückgang innerhalb Europas.
  • Auch die Hotelzimmerpreise in Irland, Spanien und der Tschechischen Republik fielen und waren im Durchschnitt acht Prozent niedriger als im Vorjahr.

4. Fokus auf Deutschland, österreich und die Schweiz

Dieses Kapitel konzentriert sich auf reale Preise für einige der beliebtesten Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Deutsche Städte

  • Frankfurt und Köln waren die teuersten Städte in Deutschland. Dort lag der Durchschnittspreis für ein Hotelzimmer im 3. Quartal 2008 bei 119 Euro pro Nacht, was einen Anstieg um 12 Prozent beziehungsweise 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bedeutet.
  • Den deutlichsten Preisanstieg in Deutschland während des Untersuchungszeitraums zeigten Köln und Hannover. In beiden Städten zogen die Preise bis zum Ende des 3. Quartals 2008 um 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr an, auf 119 Euro pro Zimmer und Nacht in Köln und 109 Euro pro Zimmer und Nacht in Hannover.
  • Am anderen Ende der Skala lag Dresden. Dort fielen die Preise um neun Prozent, auf einen Durchschnitt von 81 Euro pro Zimmer und Nacht. Den deutlichsten Preisrückgang während des Untersuchungszeitraums zeigt Düsseldorf mit 12 Prozent auf durchschnittlich 105 Euro im Vergleich zum Vorjahr.

Österreichische Städte

  • Die Hotelzimmerpreise in den drei bedeutendsten österreichischen Städten fielen im 3. Quartal 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
  • Am teuersten war Salzburg, mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 119 Euro, drei Prozent niedriger als im Vorjahr.
  • Die Preise in Wien fielen um vier Prozent auf 113 Euro, Innsbruck verzeichnete einen Rückgang um zwölf Prozent, auf durchschnittlich 98 Euro pro Zimmer und Nacht.

Schweizer Städte

  • Der HPI weist Genf für das 3. Quartal 2008 als teuerste unter den Schweizer Städten aus, mit einem durchschnittlichen Übernachtungspreis von 172 Euro, ein Anstieg von neun Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Vorjahr.
  • In Zürich lagen die Hotelzimmerpreise im Durchschnitt bei 139 Euro, ein Anstieg von sechs Prozent im Vergleich zum selben Zeitraum im Vorjahr. Reisende in Basel zahlten durchschnittlich 119 Euro pro Nacht, was einen geringen Rückgang von einem Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2007 bedeutet.

5. Top reiseziele für deutsche und österreichische reisende

Beliebteste Reiseziele für deutsche Reisende

Berlin war das beliebteste Reiseziel bei deutschen Reisenden. Dies ist eine Gemeinsamkeit mit vielen anderen europäischen Ländern, in denen die eigene Hauptstadt auch das beliebteste Inlandsreiseziel im 3. Quartal 2008 war.

New York war während des 3. Quartals 2008 das beliebteste Auslandsreiseziel deutscher Urlauber, wobei Reisende vom relativ preiswerten Shopping in den USA profitierten.

Auch Las Vegas, San Francisco und Los Angeles waren bei deutschen Reisenden sehr beliebt, was angesichts der schwierigeren wirtschaftlichen Lage in Deutschland für die fortgesetzte Beliebtheit von US-Reisezielen bei deutschen Reisenden zeugt.

Beliebteste Reiseziele für österreichische Reisende

Wien war für österreichische Reisende das beliebteste Reiseziel und auch die einzige österreichische Stadt, die es in die Liste der zehn beliebtesten Reiseziele schaffte.

New York war das beliebteste Langstreckenziel und auch die zweit-beliebteste Stadt für österreichische Reisende im 3. Quartal 2008.
Näher am Heimatland lagen München und London als europäische Spitzenreiter unter den beliebtesten Reisezielen der Österreicher.

6. Wie viele sterne bekommen sie für 100 Euro in den meistbesuchten Städten weltweit

Paare, die mit je 50 Euro in der Tasche auf der Suche nach Luxus sind, haben laut dem HPI gute Aussichten in Marrakesch, Mexiko-Stadt, Orlando, Pisa, Shanghai oder Warschau fündig zu werden. In jeder dieser Städte reichen 100 Euro pro Nacht bereits für ein komfortables Zimmer in einem Fünf-Sterne-Hotel.

7. Durchschnittlicher Zimmerpreis nach Sternen

Hotels.com analysierte für die meistbesuchten Städte weltweit die durchschnittlichen Preise für Hotelzimmer im Hinblick auf die verschiedenen Sterne-Kategorien.

Diese Daten erläutern, wo Reisende die besten Schnäppchen finden. Die Tabelle zeigt auch, dass eine genaue Schnäppchensuche eine große Ausbeute abwerfen kann: In einigen Zielen können Reisende für nur wenige Euro mehr bereits ein Sterne-Upgrade erhalten. Vergleichen lohnt sich.

Über Hotels.com

Hotels.com ist die weltweit meistbesuchte Website in der Kategorie Hotels und Übernachtungen (laut comScore Media Metrix, Januar bis Dezember 2007). Das Hotels.com-Portfolio umfasst mehr als 80.000 Qualitäts-Hotels weltweit. Ein Team aus weltweit tätigen Market Managern arbeitet eng mit 40.000 führenden Hotels zusammen, um diese zu beurteilen und deren Qualität kontinuierlich zu überprüfen.

Hotels.com gibt eine Preisgarantie für diese 40.000 Hotels: Findet ein Kunde die gleiche Buchung bei einem anderen Anbieter zu günstigeren Konditionen, erstattet Hotels.com den Differenzbetrag. Egal, ob Fünf-Sterne-Luxushotel oder Zwei-Sterne-Haus, bessere Konditionen werden Hotels.com-Kunden nirgendwo finden.

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